Raclettekäse

Raclette

April 11, 2012

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Raclette KäseDer Ursprung des originalen Raclettekäse, ist der Schweizer Kanton Wallis. Mit einer Fläche von 5224 km² ist es der drittgrößte Kanton und liegt inmitten der Schweizer Alpen. Berühmt ist das, französisch- und deutschsprachige, Wallis für den originalen und traditionsreichen Raclettekäse namens „Raclette du Valais AOC“.

Ursprünglich aus Wallis wird der Käse heute auch in der Zentral- und Ostschweiz sowie Savoyen produziert. Dabei besitzt der Kuhmilchkäse eine Lagerzeit von 3-6 Monaten. Denn erst ab einer Reifezeit von mindestens 3 Monaten entwickelt er seinen würzigen Geschmack.

Käse 3Um seine Schmelzbarkeit zu Gewährleisten wird der Raclettekäse nicht ausschließlich mit Rohmilch sondern auch mit pasteurisierter Milch erzeugt. Der originale Walliser Raclettekäse nur aus nicht pasteurisierter Rohmilch produziert. Da es aber keine genauen Richtlinien gibt woraus ein Raclettekäse gemacht werden muss, dürfen auch oben beschriebene Erzeugnisse als Raclettekäse bezeichnet werden.

Der Legende nach entstand das Raclette durch Schweizer Bergbauern. Diese nahmen eine Käselaib und halbierten diesen. Danach legten sie die Schnittstelle an ein Feuer und warteten bis der goldgelbe Käse dort zu schmelzen begann. Danach schabten und tropften sie in auf Brot und würzten mit Pfeffer nach. Damals bezeichnete man dieses Gericht jedoch noch nicht als Raclette, sondern als “Bratchäs” (übersetzt: Bratkäse). Erst später im Rahmen einer kantonalen Ausstellung erlangte der Käse den Namen Raclette, von dem französischen Wort “racler” was so viel wie “schaben” bedeutet.

Käse 5Heute gibt es grundsätzlich zwei Verschiedene Arten wie man Raclette ist und demnach auch wie der Käse aussieht. So gibt für das traditionelle Walliser Raclette Käselaibe welche entweder rund oder eckig sind und zwischen ca. 5 und 7,5 Kilogramm wiegen. Dieser Käse wird in eine speziellen Vorrichtung halbiert eingespannt und anschließend wird immer die Schnittstelle abgeschmolzen.

Die zweite Art ist das Ofenraclette. Hierfür bedarf es keines großen Käselaibes, da der Käse in dünne Scheiben geschnitten wird. Dieser wird in dem kleinen Ofen dann geschmolzen. Da dies die für uns üblichere Form des Raclette ist, gibt es hierfür auch wesentlich mehr Käse-Produzenten.

Heute gibt es neben der urtümlichen Raclettekäse auch Variationen mit Knoblauch, Pfeffer, Paprika und sogar Käsesorten aus Ziegenmilch.

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